Konzertarchiv (Auswahl)

Konzert Moskau Lutherische Kirche 7. November 2015 Konzert Moskau
Lutherische Kirche
7. November 2015

Lesen Sie
hierzu auch meinen
Reise-
und Konzertbericht

Moskau, 2. November bis
8. November 2015


Russische Version (pdf) -
und die
deutsche Version
bei Organpromotion
Orgel und Blechbläser in Moskau.

 

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 29.07.2001.
Johann Sebastian Bach, »Dritter Theil der Clavier Übung«
Katharina Kanski, Sopran, Eberhard Klotz, Orgel.

 

Matinée, Peterskirche Basel, 31.01.2011.
Gawain Glenton, Daniel Hauptmann,
Frans Berglund, Thilo Muster.
Johann Sebastian Bach, Brandenburgische Konzerte
Bearbeitungen von Eberhard Klotz.

Text - Orgel - Tanz.
»Du hast meine Klage in Reigen verwandelt«,
Zürich-Fluntern, 11.04.2009.
An der Orgel: Eberhard Klotz.

Orgelkonzert, Zürich-Fluntern, 22.10.2006.
Anton Bruckner: 9. Sinfonie.
An der Orgel: Eberhard Klotz.

Orgelkonzert, Zürich-Fluntern, 02.11.2004.
An der Orgel: Eberhard Klotz.

Orgelkonzert Nagolder Orgelherbst, Stadtkirche Nagold, 03.10.2006.
Anton Bruckners 9. Sinfonie für Orgel.
Bearbeitung und an der Orgel: Eberhard Klotz.

Orgelkonzert, Genf, 09.09.2006.
Orgue et Carillon.
An der Orgel: Eberhard Klotz.

Orgelkonzert, Neuchatel, 24.09.1999.
Les concerts de la collegiale - Les 12 Vendredis.
An der Orgel: Eberhard Klotz.

Musik zur Marktzeit, Kirchheim,
Konzert für Orgel und Trompete.
Thomas Reiner, Trompete und Eberhard Klotz, Orgel.

 

Rückblicke
»Stunde der Kirchenmusik«
(2000 bis 2012):

Stunde der KirchenmusikUnverbindliche Auswahl
aus rund
150 Konzerten

 

Stefan KnoteStunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 27.05.2012.
In diesem Konzert war ein abwechslungsreiches Programm mit Werken aus verschiedenen Epochen für Violine und Orgel zu hören.
Als Solisten konnten wir den international bekannten Violinisten Stefan Knote, Erster Solo-Violinist beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, gewinnen.
An der Orgel war Eberhard Klotz, Organist an der evangelischen Kirche Oberboihingen.
Es erklangen unter anderem Werke von Händel, Biber, Rheinberger, Mahler, Prokofjew und mit Arvo Pärt auch Kompositionen zeitgenössischer Kirchenmusik.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 29.04.2012.
Die junge, vielfach international bei Wettbewerben preisgekrönte russische Konzertorganistin und Künstlerin Yulia Draginda (Moskau) brachte ein Programm mit Werken von russischen Komponisten sowie aus der deutschen Romantik zu Gehör.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 26.02.2012.
Musik und Poesie
Unter dem Motto »Wie bin ich dankbar, dass ich Mensch sein darf« fand ein poetisch-musikalischer Abend mit den Künstlerinnen Waltraud Falardeau (Rezitation), Sabine Bartl (Flöte) und Gabriele Hermann (Cembalo) statt.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 29.01.2012.
Festliche Barockmusik mit dem Trompetenconsort Prof. Friedemann Immer und Kollegen, Streichorchester. Orgel: Eberhard Klotz.

Deutsch-afrikanische Weihnacht, Oberboihingen, 16.12.2011.
Vox Zambezi a-Capella-Chor (Sambia), Eberhard Klotz, Orgel.
Mit freundlicher Unterstützung des Goethe Instituts, des Auswärtigen Amts und Pegasos Ensemble.
Musikalische Leitung:
Eberhard Klotz.

Christvesper, Oberboihingen, 24.12.2011.
Eberhard Klotz, Orgel; Stefan Knote, Violine und Pfarrer
Hannes Gaiser.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 25.09.2011.
Konzert für Euphonium und Orgel
Peter Alber, Euphonium; Ulrike Beck, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 28.03.2010.
Streichquartette von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Erwin Schulhoff.
Es spielt das Pegasos-Quartett.
Andreas Ritzinger, 1. Violine; Dorothea Knell, 2. Violine;
Benjamin Hartung, Viola; Theo Bross, Violoncello.

Großes Oberboihinger Sängerfest, Oberboihingen, 28.06.2009.
Evangelischer Kirchenchor Oberboihingen, Dorothea Gölz-Most, Sopran und Rolf Most, Tenor sowie Manfred Klotz, Trompete und Eberhard Klotz, Orgel und das Bross-Consort.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 31.05.2009.
Natalia Gerakis, Flöte, spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Fauré, Bozza, Alain, Rothaupt
Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 22.04.2009.
Bernhard Haas spielt Werke von Johann Sebastian Bach und Mendelssohn.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 26.10.2008.
»Du wandelst meine Klage in einen Tanz.« - Musik und Tanz zum Ende des Kirchenjahres.
Regula Wyser (Basel), Ausdruckstanz; Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 28.10.2007.
Tobias Willi spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Muffat und Langlais.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 30.09.2007.
Pegasos Quartett interpretiert Mozarts Streichquartett G-Dur KV 387 sowie Dvoráks Amerikanisches Quartett op. 96.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 24.07.2007.
Johann Sebastian Bach
Pièce d´Orgue BWV 572, Toccata und Fuge in d BWV 538, Adagio in a BWV 564, Toccata und Fuge in F BWV 540.
Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 30.04.2006.
Carl Joseph Rodewalds »Stabat Mater«
Jeannette Bühler, Sopran; Claudia Wehrstein, Mezzosopran;
Klaus Melber, Klavier.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 31.07.2005
Orgelkonzert
Martin Setchell

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 27.06.2004.
»Das Geheimnis von B-A-C-H«, Musikalische Rätselreise in die Unterwelt für Kinder ab 7 Jahren und Jugendliche.
Marc Fitze, Orgel und Barbara Weber, Moderation.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 06.06.2004.
»Er weidet seine Herde, ein guter Hirte«
Geistliche Musik für Sopran, Trompete und Orgel.
Jeannette Bühler, Sopran; Martin Schmid, Trompete;
Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 25.04.2004.
Furore an der Orgel mit Iveta Apkalna

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 31.08.2003.
»Heiteres, Skurriles und Gespenstisches auf der Orgel«
Musik aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 27.04.2003.
Jesu Leiden und Auferstehung.
»Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen« von Franz Liszt.
Andreas Wildi, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 29.09.2002.
»Im Atemhaus wohnen« - Rose Ausländer zum 100. Geburtstag
Gedichte von Rose Ausländer, Musik von Margarethe Sorg-Rose, Olivier Messiaen u.a.
Barbara Stein, Gesang; Sabine Pfeifer, Klarinette/Bassetthorn; Stefan Waechter, Rezitation

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 25.08.2002.
»Die französische Orgelsuite in Tradition und Gegenwart« Gedenkkonzert zum 60. Geburtstag von Guy Bovet (siehe Pressebericht weiter unten)
Thilo Muster, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 29.07.2001.
Johann Sebastian Bach, »Dritter Theil der Clavier Übung«
Katharina Kanski, Sopran, Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 26.05.2001.
»Orgelmusik aus Israel«
Yuval Rabin (Orgel) und Pfarrer Prof. Bernhard Leube.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 13.05.2001.
Festmusik für Sopran, Trompete und Orgel.
Heidrun Dierolf, Sopran; Thomas Reiner, Solotrompete;
Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 28.07.
Johann Sebastian Bach, »Das Orgelbüchlein« - Teil 2.
Mit einer musikalisch theologischen Einführung von Pfarrerin Dorothea Gölz-Most und Eberhard Klotz, Orgel.

Stunde der Kirchenmusik, Oberboihingen, 30.05.
Johann Sebastian Bach, »Das Orgelbüchlein« - Teil 1.
Mit einer musikalisch theologischen Einführung von Pfarrerin Dorothea Gölz-Most und Eberhard Klotz, Orgel.

 

Pressespiegel Oberboihingen

Thilo Muster Thilo Muster, Organist an der Kathedrale von Genf
Orgelwerke zweier französischer Meister waren am Sonntag in einer Stunde der Kirchenmusik in der Oberboihinger Bartholomäuskirche zu hören. Thilo Muster (Bild), Organist an der Kathedrale in Genf, spielte Werke von Andre Raison und Guy Bovet, dessen Meisterschüler der Genfer Kantor war. Thilo Muster, Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe, wurde 1994 zum Titular-Organisten an der Genfer Kathedrale gewählt.

Aus der schillernden Welt französischer Orgelkunst
Am Sonntag war wieder Stunde der Kirchenmusik in der Oberboihinger Bartholomäuskirche – Thilo Muster an der Orgel

OBERBOIHINGEN. Bachs Riesenwerk für die Orgel hielt lange Zeit wie ein Hochgebirge die Orgelmusik anderer Länder fern. Erst in den letzten Jahrzehnten hielten hierzulande Orgelwerke vor allem französischer Meister Einzug in die Kirchenkonzert-Programme.
Eine völlig neue Welt tat sich damit auf - statt der strengen Kontrapunktik und der formalen Gebundenheit der Werke des Thomaskantors war plötzlich ein üppiger Orgelklang zu hören, voller majestätischem Prunk, ohne alle Scheu vor der Übernahme volksliedhafter Melodik farbenreich und vielfach sinfonisch konzipiert, breit angelegt und voller schweifender Melismen, wahre Orchesterkonzerte für die Orgel.
Nicht umsonst war Frankreich das Land, in dem die ersten Orgelsinfonien geschrieben wurden. Ein gutes Beispiel dafür war das am Sonntag in der Oberboihinger Bartholomäuskirche gegebene Orgelkonzert von Thilo Muster, Kantor an der Kathedrale von Genf. Der 1965 in Deutschland geborene Musiker ist ein ausgesprochener Kenner der französischen Orgelmusik. Er studierte in Basel und war Meisterschüler des Organisten und Komponisten Guy Bovet, anlässlich dessen 60. Geburtstag Thilo Muster eine von Bovets großen Orgelkompositionen mit ins Programm gehoben hatte, die »Suite pour Souvigny«. Da die drei Jahre alte Oberboihinger Orgel nicht alle typischen Register und Klangmischungen einer klassischen französischen Orgel aufweist, nahm der Genfer Kantor zum Teil Rückgriff auf Lösungen, die den Klangfarben der französischen Orgeln ähnlich sind.
Thilo Muster eröffnete den Abend mit André Raisons »Suite du sixième Ton«. Die Suite ist ein eindrucksvolles Beispiel für eine französische Orgelsuite des 17. Jahrhunderts. Raison schrieb eine Musik, die – wie die Orgelwerke früher deutscher Kantoren - ihre Wurzeln in der Musik der frühen niederländischen Meister hat. Interessanterweise war es ein Motiv von Raison, aus dem Bach das Grundthema seiner berühmten c-Moll-Passacaglia formte (und die viel später von gleich mehreren Komponisten für Orchester gesetzt wurde).
Will man das Orgelspiel von Thilo Muster charakterisieren, so fällt die vollständige Abwesenheit jener subjektiven Willkür auf, die heutzutage gerne als »Interpretation« missverstanden wird, aber nicht etwa vermittelnd zwischen Werk und Hörer tritt, sondern letztlich lediglich einen eigenmächtigen Umgang mit dem Werk meint. Thilo Musters Spiel ist im besten Sinne objektivierend, es gibt der Werkidee und ihrer Entfaltung so viel Raum wie möglich. Voraussetzung sind eine perfekte, aber zu keiner Zeit sich verselbstständigende Technik, eine genaue Beachtung des Notentextes und die Fähigkeit zur Durchdringung des jeweiligen musikalischen Gehalts und seiner vielschichtigen, auch außermusikalischen Kontexte, wie sie etwa in Guy Bovets »Suite pour Souvigny« verschiedentlich zu Tage treten.
Bovets Suite ist alles andere als avantgardistisch. Nur wie aus großer Distanz schimmert manchmal der Furor, die Farbenvielfalt und die kühne Harmonik eines Oliver Messiaens durch. Im Kern bewegt sich Guy Bovet in der Welt der Spätromantik, und so konnte es nicht überraschen, dass er in seiner elfsätzigen Suite über Strecken eine Programmmusik reinsten Wassers schrieb.
Den einzelnen Sätzen liegen Volksweisen und Sagen aus dem Bourbonnais zu Grunde. Der erste Satz zum Beispiel ist eine Huldigung für Francois-Henri Cliquot, den Orgelbauer des letzten Königs vor der französischen Revolution. Es ist eine mächtig auf rauschende Musik, majestätisch dahinströmend in ihrer Beschwörung herrscherlicher Pracht und königlichen Glanzes.
Von ähnlicher Bildhaftigkeit ist die Beschreibung des Erschließens einer Quelle durch einen Heiligen in einer Zeit großer Trockenheit. Da murmelt und quirlt es und sieht man förmlich das Dahinstrudeln des Wassers in einem Gebirgsbach. In einem anderen Satz geht es um die Krücke des Heiligen, aus der, nachdem er sie in den Boden gesteckt hat, über Nacht Zweige sprießen.
Hier ist unmissverständlich das Aufstampfen der Gehhilfe zu hören, ein rhythmisierendes Stampfen, das sich in elegantem Übergang zu blühenden Harmonien steigert, Sinnbild für die Wunder und das Wachstum in der Natur. Den Schlusssatz der Suite bildet schließlich die Apotheose eines französischen Weihnachtsfestes, voller Markttrubel und trauten Weisen, durchmischt mit dem Jubel weihnachtlicher Festivitäten und den schlichten Seligkeiten eines lieblichen Weihnachtsliedes.
Lebhafter Beifall dankte dem Organisten für eine Musik, wie sie hierzulande selten zu hören ist. Der Musiker aus Genf, der schon im vergangenen Jahr in Oberboihingen zu hören war ,ließ sich zu einer kleinen Zugabe bewegen. Er spielte zum Ausklang die liebenswürdige Melodie eines unbekannten Engländers aus der Zeit der Renaissance. Eberhard Klotz, Organist an der Bartholomäuskirche und Initiator der Stunde der Kirchenmusik, hatte eingangs begrüßt und auch die Legenden gelesen, die Guy Bovet zu seiner nostalgisch gefärbten Suite inspiriert haben.
Günter Schmitt
Nürtinger Zeitung, August 2002